Umgesetzte Projekte - Sachstand 1. September 2018

Behindertengerechte Draisinen
Ausgangssituation: Der Verein "Wuppertrail" betreibt auf einer stillgelegten Eisenbahnstrecke im Tal der Wupper Fahrraddraisinen. Sie sind für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte nicht geeignet. In der Vergangenheit kamen jedoch häufig Anfragen von Rollstuhlfahrern. Bisher konnten solche Fahrten auf den Draisinen für Rollstuhlfahrer in einem weiten Umkreis nicht angeboten werden, weil auch bei anderen Anbietern die geeigneten Fahrzeuge fehlten.
Projekt: Um die Teilhabe von Rollstuhlfahrern und Gehbehinderten zu ermöglichen und ihnen ein neues touristisches Angebot zu bieten, sollen zwei behindertengerechte Draisinen angeschafft werden. Die Draisinen werden danach an Nutzer vermietet. Das Projekt wäre innovativ, da in ganz NRW nur ein anderer Betreiber behindertengerechte Draisinen anbietet.
Durchführung: Die Draisinen wurden im September 2017 erstmals eingesetzt. Bereits in den ersten Wochen nach der Anschaffung der Draisinen nutzten Rollstuhlfahrer das Angebot. Das Projekt erfüllte die Erwartungen in Hinblick auf Teilhabe und Auslastung. Im Herbst 2018 sollen zum Abschluss des Projekts Einstiegshilfen eingebaut werden.
Antragsteller:   Wuppertrail e. V. 
Ort:    Radevormwald-Dahlerau
Gesamtausgaben: 13.504,57 €
LEADER- Mittel:   5.401,83 €
 
Bergischer Fahrradbus
Ausgangssituation: Viele Fahrradfahrer haben aufgrund der Steigung Schwierigkeiten, aus dem Rheintal ins Bergische Land zu fahren. Busse mit Fahrradanhängern könnten es Radfahrern erleichtern, dorthin zu kommen. Neben einer Verbesserung des Freizeitangebotes für die Bürger könnte auch der Tourismus in den bergischen Gemeinden gefördert werden.
Projekt: Die Regionalverkehr Köln GmbH beantragte die Förderung von 5 Fahrradanhängern und einer Marketingkampagne, um das neue Angebot bekannt zu machen. Der Betrieb der Busse ist von der Förderung ausgenommen. Das Projekt ist innovativ, da es vorher im weiten Umkreis keinen Fahrradbus gab.
Durchführung: Sieben Busse mit Anhängern befördern seit Juli 2017 in einem Taktverkehr Fahrräder, Radfahrer und selbstverständlich auch andere Fahrgäste. Die Busse pendeln zwischen Leverkusen und Marienheide in beiden Richtungen, dazwischen sind ca. 15 Haltestellen für Ein- und Ausstiege. Gleichzeitig ist an den Haltestellen der Zugang zu einigen bekannten Wanderwegen möglich. Der Bus fährt an Wochenenden und Feiertagen. Im Jahr 2017 nutzen ca. 2.000 Fahrgäste den Bus, obwohl er erst im Juli den Betrieb aufnahm. Im Fahrplan 2018 wurde eine Fahrt hinzugefügt, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden.
Antragsteller:   Regionalverkehr Köln GmbH
Orte:   Mehrere Orte im Bergischen Wasserland werden angefahren
Gesamtausgaben:  145.672 Euro
LEADER-Mittel:   58.269 Euro

Förderprojekt für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund
Ausgangssituation: Eltern mit geringen Einkommen können ihren Kindern keine oder weniger Freizeitangebote als Eltern mit einem hohen Einkommen finanzieren. Die Kinder fühlen sich ausgegrenzt.
Projekt: Daher will der Verein sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund fördern. Es wird über ca. zwei Jahre ein kostenfreies Freizeitangebot angeboten, das neben Sport, Vereinsaktivitäten und Ausflügen auch Jugendfreizeiten beinhaltet. Die 25 unterschiedlichen Aktionen werden durch den Verein organisiert, aber teilweise von anderen Vereinen mitbetreut. Durch die Teilnahme an den Veranstaltungen sollen die Heranwachsenden Kompetenzen in Ihrem Sozialverhalten weiter entwickeln, ihre Heimat kennenlernen und neue Kontakte finden. Es sollen nicht immer die gleichen Teilnehmer mitmachen, damit möglichst viele von dem Angebot profitieren können. Gefördert werden neben Honoraren die Kosten für die Ausflüge, also u. a. Busfahrten, Eintrittsgelder und Führungen.
Durchführung: Das Projekt startete im Oktober 2017. Bis zum Jahresende 2017 haben nach Angaben des Tischtennisvereins bereits 735 Kinder an Aktionen teilgenommen. Bis Mai 2018 haben laut Verein 952 weitere Kinder und Jugendliche davon profitiert. Der größte Erfolg sei bisher das "Teamprojekt Zirkus" im Februar 2018 gewesen, bei dem 280 Kinder und 24 Lehrer mitmachten. 250 Zuschauer besuchten die beiden Vorstellungen.
Antragsteller:   Tischtennisclub 1948 GW Burscheid e.V.
Ort:   Burscheid
Gesamtausgaben:  48.518 Euro
LEADER-Mittel:  31.536 Euro

Integration und Inklusion vor Ort durch Sport
Ausgangssituation: Der Turn-Verein Blecher ist mit ca. 1.000 Mitgliedern der größte Verein im Ort Blecher. Der Sportverein möchte Integration und Inklusion voranbringen und ist einer von drei Stützpunkten im Programm "Integration durch Sport" des Landessportbundes. Es fehlen jedoch noch Trainingsmöglichkeiten für Beeinträchtigte und Flüchtlinge. Daher benötigt der Verein eine neue Tartanbahn, um Leichtathleten gute Trainingsbedingungen zu bieten.
Projekt: In Sportkursen, die sich an Beeinträchtigte richten, sollen diese einen neuen Sport kennenlernen. Flüchtlinge und alteingesessene Odenthaler sollen gemeinsam trainieren. Dazu müssen eine neue Tartanbahn, behindertengerechte Sanitäreinrichtungen und einige kleinere Bauten wie z. B, ein Kommunikationsplatz gefördert werden. Die Honorare werden eben gefördert. Die Anlage ist innovativ, da in der Gemeinde keine anderen Vereine Leichtathletik speziell für die beiden Zielgruppen anbieten.
Durchführung: Die Baumaßnahmen sind im Herbst 2018 gestartet.
Antragsteller:   Turn-Verein Blecher e. V
Ort:   Odenthal-Blecher
Gesamtausgaben:  152.631 Euro
LEADER-Mittel:   99.210 Euro


Ambulante Kinderschutzhilfe
Ausgangssituation: Familien mit familiären Schwierigkeiten fällt es in ländlichen Gebieten aufgrund des dünneren ÖPNV Netzes schwerer, Beratungsstellen aufzusuchen. Dadurch verzichten Familien manchmal auf die Beratung, so dass die Schwierigkeiten ungelöst bleiben. Im schlimmsten Fall kommt es zu psychischer oder physischer Gewalt gegenüber Kindern. 
Projekt: Die Beratung zum Kinderschutz soll durch geförderte Fachkraftstellen verbessert werden. Ein niederschwelliges Angebot zur Beratung, das neutral, konfessionslos und ambulant ist, soll im Oberbergischen Kreis installiert werden. Ein solches innovatives Angebot existiert bisher nicht im Kreis. Das Angebot soll im ländlichen Raum zur Erreichbarkeit von Hilfen beitragen, da die Beratung ambulant/ aufsuchend erfolgen kann. Die Berater suchen Familien mit Bedarf zu Hause oder im Wohnort auf. Gefördert werden die Personalkosten für die Fachkräfte.
Durchführung: Die Stellenausschreibungen werden im Herbst 2018 starten.
Antragsteller:   Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Oberberg e. V.
Ort:   Oberbergischer Kreis
Gesamtausgaben: 116.472 Euro
LEADER-Mittel:   75.707 Euro

Freizeitanlage Obergrunewald
Ausgangssituation: Der Dahlerauer Turnverein hat festgestellt, dass die Sportart Tennis nicht mehr so stark wie früher nachgefragt wird. Zwei Plätze auf dem Vereinsgelände sind bereits aufgegeben worden. In dem Bereich der Wupperorte Radevormwald fehlt zudem ein attraktiver Treffpunkt für Jugendlicher, an dem sie sich sportlich betätigen können.
Projekt: Das Gelände des Dahlerauer Turnvereins in Radevormwald soll eine für Jung bis Alt nutzbare Freizeitanlage werden. Sie soll der Bevölkerung offenstehen, Kindern und Jugendlichen eine attraktive Freizeitgestaltung ermöglichen und so das gesellschaftliche Leben in den Wupperorten bereichern. Das Projekt ist innovativ, da es bisher in den umliegenden Orten keinen ansprechenden Aufenthaltsort für Jugendliche gab. Außerdem erhofft sich der Verein, durch die Erweiterung des Sportangebotes neue Mitglieder gewinnen zu können. Unser Projekt ist in mehrere Teilprojekte gegliedert und umfasst u. a.
• Den Umbau von einem der zwei alten Tennisplätzen in ein Multifunktionsspielfeld für Soccer, Fußball, Volleyball, Basketball, Hockey und viele andere Ballsportarten
• Den Umbau des zweiten Platzes zu einem Sandspielfeld für Beachvolleyball, Beach-Fußball, Beach-Handball oder andere Spielarten im Sand.
• Aufbereitung der über 2000 m² großen Spielwiese für Feldfaustball, Bogenschießen, Fußballgolf, Cross-Golf oder Buschball
• Anlegen einer Boule Bahn
Antragsteller:   Dahlerauer Turnverein 1889 e. V.
Ort:   Radevormwald-Dahlerau
Gesamtausgaben:  170.781 Euro
LEADER-Mittel:   99.992 Euro

Energiewende im Freibad
Ausgangssituation: Das Freibad in Wermelskirchen-Dabringhausen ist das letzte Freibad der Stadt. Es stand 2012 aufgrund hoher Betriebskosten vor der Schließung. Durch die Übernahme des Betriebes durch einen Betreiberverein und viel ehrenamtliches Engagement konnte eine Schließung verhindert werden. Seitdem wird an einer kontinuierlichen Optimierung der Technik sowie Reduzierung der Kosten gearbeitet, um den Bürgern, insbesondere Kindern und Jugendlichen sowie Touristen in Wermelskirchen weiterhin ein attraktives Bad zu bieten.  Ein großer Kostenfaktor ist der Heizbetrieb während der Öffnungszeiten des Freibades.
Außerdem fand die örtliche Forstbetriebsgemeinschaft bisher keine wirtschaftliche Nutzung des anfallenden Restholzes.
Projekt: Zukünftig soll die umweltfreundliche und kosteneffiziente Energiewende im Freibad unter Einsatz eines Biomasseheizwerks mit 150 kW erfolgen. Die Forstbetriebsgemeinschaft Wermelskirchen liefert dafür nicht nutzbares Restholz an. Das Freibad ist damit eines der ersten in NRW, das mit einer Hackschnitzelheizung betrieben wird. Es wird in dem Projekt untersucht, ob ein Freibad mit einer Hackschnitzelheizung mit lokalem Holz wirtschaftlich tragfähig betrieben werden kann.
Durchführung: Die Bauarbeiten sollen im September 2018 beginnen.
Antragsteller:   Schwimmverein Dabringhausen e. V.
Ort:   Wermelskirchen-Dabringhausen
Gesamtausgaben:  41.609 Euro
LEADER-Mittel:   26.981 Euro

Informationen zu den ausgewählten Projekten, die noch nicht umgesetzt wurden, finden Sie im Reiter "Projektförderung"