Behindertengerechte Draisinen

Der Verein "Wuppertrail" betreibt auf einer stillgelegten Eisenbahnstrecke im Tal der Wupper Fahrraddraisinen. Sie sind für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte nicht geeignet. In der Vergangenheit kamen häufig Interessentenanfragen nach Draisinen für Rollstuhlfahrer. Bisher konnten Fahrten auf den Draisinen für Rollstuhlfahrer in einem weiten Umkreis nicht angeboten werden, weil auch bei anderen Anbietern die geeigneten Fahrzeuge fehlten.
Projektidee: Um die Teilhabe von Rollstuhlfahrern und Gehbehinderten zu erreichen sowie diesen Gästen ein neues touristisches Angebot zu bieten, wurden zwei derartige Draisinen angeschafft werden. Die Draisinen werden danach an Nutzer vermietet. Das Projekt ist innovativ, da in ganz NRW nur ein anderer Betreiber behindertengerechte Draisinen anbietet.
Durchführung: Bereits in den ersten Wochen nach der Anschaffung der Draisinen nutzten Rollstuhlfahrer das Angebot. Die Projektidee erfüllte die Erwartungen in Hinblick auf Teilhabe und die Ergänzung des touristischen Angebotes, denn im Jahr 2018 wurden die neuen Draisinen zwischen Anfang März und Ende Mai bereits neun Mal genutzt. Ende Mai lagen zudem zehn weitere Reservierungen für die folgenden Wochen vor. Weitere Informationen

Antragsteller: Wuppertrail e. V. 

Gesamtkosten: 13.504,57 €

LEADER- Mittel:  5.401,83 €

 

Bergischer Fahrradbus

Mehrere Busse mit Fahrradanhängern für 16 Räder befördern in einem Takt Fahrräder und andere Nutzer. So werden sowohl für Wanderer als auch für Rad- und Mountainbiker die Freizeitwege im Bergischen erschlossen und somit die Erreichung des jeweiligen Ausgangspunktes garantiert. Aufgrund der Topographie ist der Weg aus dem Rheintal ins Bergische Land anstrengend. Der Bus verkehrt daher zwischen Leverkusen und den Orten Burscheid, Wermelskirchen, Hückeswagen, Wipperfürth und Marienheide in beiden Richtungen, wo jeweils Ein- und Ausstiege in den Panoramaradweg (Bergischer Panoramaradweg und Balkantrasse) möglich sind. Gleichzeitig ist an den Haltestellen der Zugang zu einigen Wanderwegen des Bergischen Wanderlandes („Der Bergische Weg“, „Der Bergische Panoramasteig“ oder „Die Bergischen Streifzüge“) möglich. Der Bus fährt an Wochenenden und Feiertagen. Im Jahr 2017 nutzen ca. 2.000 Fahrgäste den Bus, obwohl er erst im Juli den Betrieb aufnahm. Im Fahrplan 2018 wurde eine Fahrt hinzugefügt, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden. Das Projekt ist innovativ, da es vorher im weiten Umkreis keinen Fahrradbus gab.
Das LEADER-Projekt beschränkt sich auf die Anschaffung der Fahrradanhänger und die Bezahlung der Werbemaßnahmen. Der Betrieb der Busse ist von der Förderung ausgenommen. Einen Eindruck erhalten Sie in dem unenstehenden Video.
Weitere Informationen...

Antragsteller: Regionalverkehr Köln GmbH

Gesamtkosten: 145.672 Euro

LEADER-Förderung: 58.269 Euro

 

Förderprojekt für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund

Der Burscheider Tischtennisclub unterstützt seit Jahren in Schul- und Teilhabeprojekten sozial benachteiligte Kindern und Jugendliche. Der Verein hat festgestellt, dass viele Jugendliche mit Migrationshintergrund auch sozial benachteiligt sind und teilweise erst wenige Chancen zur Integration hatten.
Daher will der Verein sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund mit einem innovativen Projekt unterstützen und damit auch die Integration fördern. In einem ersten Schritt werden bedürftige Kinder und Heranwachsende mit Förderbedarf durch die Kooperationspartner wie Schulsozialarbeiter, das Jugendzentrum, die Grundschule identifiziert. Das betrifft sowohl Personen mit als auch ohne Migrationshintergrund. Diesen wird über ca. 2 Jahre ein kostenfreies Freizeitangebot angeboten, das neben Sport, Vereinsaktivitäten und Ausflügen auch Jugendfreizeiten beinhaltet. Die 25 unterschiedlichen Aktionen werden durch den Verein organisiert, aber teilweise von anderen Vereinen mitbetreut. Durch die Teilnahme an den Veranstaltungen sollen die Heranwachsenden Kompetenzen in Ihrem Sozialverhalten weiter entwickeln, ihre Heimat kennenlernen, sich selber fördern und neue Kontakte finden. Es sollen nicht immer die gleichen Teilnehmer mitmachen, damit möglichst viele von dem Angebot profitieren können. Das Projekt dient der Förderung der sozialen Eingliederung, der Prävention und Integration. Im Jahre 2017 Kinder haben nach Angaben des Tischtennisvereins 735 Kinder an Aktionen teilgenommen. Bis Mai 2018 haben laut TTC 952 weitere Kinder und Jugendliche davon profitiert. Der größte Erfolg sei bisher das "Teamprojekt Zirkus" im Februar 2018 gewesen, bei dem 280 Kinder und 24 Lehrer mitmachten. 250 Zuschauer besuchten die beiden Vorstellungen.

Weitere Informationen

Antragsteller: Tischtennisclub 1948 GW Burscheid e.V.

Gesamtkosten: 48.518 Euro

LEADER-Mittel: 31.536 Euro

Integration und Inklusion vor Ort durch Sport

Eine neue Tartanbahn, behindertengerechte Sanitäreinrichtungen und  einige kleinere Bauten wie z. B, ein Kommunikationsplatz werden in Odenthal-Blecher vom Turn-Verein Blecher e. V. errichtet.  Damit will der Sportverein Integration und Inklusion voranbringen. Neben der Sportanlage leben Flüchtlinge, die über den Sport in das Dorfleben integriert werden sollen. Gefördert werden alle Baumaßnahmen und Honorare für die auf der Anlage stattfindenden Sportkurse. Die Anlage ist innovativ, da in der Gemeinde keine anderen Vereine Leichtathletik speziell für die beiden Zielgruppen anbieten.

Antragsteller: Turn-Verein Blecher e. V

Gesamtkosten: 152.631 Euro

Förderung: 99.210 Euro

Ambulante Kinderschutzhilfe

Die Beratung zum Kinderschutz soll durch geförderte Fachkraftstellen verbessert werden. Ein niederschwelliges Angebot zur Beratung, das neutral (konfessionslos, nicht Jugendamt) und ambulant ist, soll im Oberbergischen Kreis installiert werden. Ein solches Angebot existiert bisher nicht im Kreis. Das Angebot soll im ländlichen Raum zur Erreichbarkeit von Hilfen beitragen, da die Beratung ambulant/ aufsuchend erfolgen kann.

Antragsteller: Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Oberberg e. V.

Gesamtausgaben: 116.472 Euro

LEADER-Mittel: 75.707 Euro

 

Freizeitanlage Obergrunewald

Das Gelände des Dahlerauer Turnvereins in Radevormwald soll eine für Jung bis Alt nutzbare Freizeitanlage werden. Sie soll der Bevölkerung offen stehen, Kindern und Jugendlichen eine attraktive Freizeitgestaltung ermöglichen und so das gesellschaftliche Leben in den Wupperorten bereichern. Außerdem erhofft sich der Verein, durch die Erweiterung des Sportangebotes neue Mitglieder gewinnen zu können. Unser Projekt ist in mehrere Teilprojekte gegliedert und umfasst u. a.

Antragsteller: Dahlerauer Turnverein 1889 e. V.

Gesamtausgaben: 170.781 Euro

LEADER-Mittel: 99.992 Euro

 

Energiewende im Freibad

Das Freibad in Wermelskirchen-Dabringhausen ist das letzte Freibad der Stadt. Es stand 2012 aufgrund hoher Betriebskosten vor der Schließung. Durch die Übernahme des Betriebes durch einen Betreiberverein und viel ehrenamtliches Engagement konnte eine Schließung verhindert werden. Seitdem wird an einer kontinuierlichen Optimierung der Technik sowie Reduzierung der Kosten gearbeitet, um den Bürgern, insbesondere Kindern und Jugendlichen sowie Touristen in Wermelskirchen weiterhin ein attraktives Bad zu bieten.  Ein großer Kostenfaktor ist der Heizbetrieb während der Öffnungszeiten des Freibades. Zukünftig soll die umweltfreundliche und kosteneffiziente Energiewende im Freibad unter Einsatz eines Biomasseheizwerks (BMHW) mit 150 kW erfolgen. Die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Wermelskirchen liefert dafür nicht nutzbares Restholz an. Das Freibad ist damit eines der ersten in NRW, das mit einer Hackschnitzelheizung betrieben wird. Es wird in dem Projekt untersucht, ob ein Freibad mit einer Hackschnitzelheizung mit lokalem Holz wirtschaftlich tragfähig betrieben werden kann.

Antragsteller: Schwimmverein Dabringhausen e. V.

Gesamtausgaben: 41.609 Euro

LEADER-Mittel: 26.981 Euro

Informationen zu den ausgewählten Projekten, die noch nicht umgesetzt wurden, finden Sie im Reiter "Projektförderung"