Sieben Projekte am 24.04.2017 ausgewählt

Am 24. April wählte der Vereinsvorstand von LEADER Bergisches Wasserland e. V. aus 11 eingegangenen Bewerbungen die Projekte aus, die am meisten zu den Zielen der Region beitragen. Sieben Projekte im Bergischen Wasserland werden mit insgesamt 411.527,45 Euro gefördert.
Dieses Mal erhielt der Verein Bewerbungen aus allen acht Kommunen des Bergischen Wasserlandes. Zur Umsetzung der Projekte wäre eine Förderung von 676.567 Euro nötig gewesen. Demgegenüber stand ein Budget von 475.000 Euro. Nach einer mehrstündigen Beratung der Bewerbungen wurden folgende Projekte ausgewählt: „Biesfeld schafft multifunktionalen Dorfplatz“ von der IG Biesfeld in Kürten; das Museums- und Bildungsprojekt „Sinnliche Technik-MINT“ vom Verein 3-Städte-Depot für regionale Industriegeschichte in Wipperfürth, Hückeswagen und Radevormwald; die „Wasser verbindet -Ausstellung zur Wasserlandschaft Dhünn“ vom Verein Bergische Wasserkompetenz Region :aqualon in Wermelskirchen; die „Kunsthaltestellen in Wipperfürth und seinen Kirchdörfern“ vom Kunstbahnhof Wipperfürth; das Projekt „Integration und Inklusion vor Ort durch Sport“ des Turnverein Odenthal-Blecher 04 e. V.; das Projekt „Ambulante Kinderschutzhilfe“ des DRK Oberberg und die „Mitfahrerbänke Ösinghausen“ vom Turnerbund Groß-Ösinghausen/Burscheid. Die ausgewählten Bewerber sind in diesem Jahr ausschließlich gemeinnützige Vereine und erhalten daher eine Förderquote von 65% auf ihre Projektkosten. Der Rest der Mittel wird für zukünftige Aufrufe verwendet. Alle Projekte werden als Nächstes von der Bezirksregierung Köln geprüft und erhalten bei positiver Prüfung einen Zuwendungsbescheid.

Was ist LEADER?

LEADER ist ein europäisches Förderprogramm mit dem Ziel, die ländlichen Gebiete zu stärken und zu entwickeln. Der Begriff ist eine französische Abkürzung und meint übersetzt die „Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. LEADER kann Projekte in fast allen Bereichen fördern, z. B. in Wirtschaft, Wohnen, Tourismus, Dorfentwicklung, Lebensqualität, Prävention, Integration und Klimawandel.

LEADER in NRW

LEADER gehört als Förderansatz zum Kern der Strategie des Landes Nordrhein-Westfalen für die Entwicklung des ländlichen Raums. Weitere Informationen zu den Förder- und Vernetzungsangeboten des Landes finden Sie auf den Internetseiten des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen im Bereich "Links". Außer der Region “Bergisches Wasserland” gibt es in NRW 27 andere LEADER-Regionen. Die LEADER Region Bergisches Wasserland grenzt z. B. direkt an die LEADER Region "1000 Dörfer - Eine Zukunft" an.

Welche Projekte werden bisher gefördert?

Unsere LEADER Region Bergisches Wasserland startete im Sommer 2016 die erste Bewerbungsrunde. Am 10. November wählte der Vereinsvorstand von LEADER Bergisches Wasserland e. V. aus 17 eingegangenen Bewerbungen acht Projekte aus, die am meisten zu den Zielen der Region beitragen. Gefördert werden das Freizeitzentrum Obergrunewald in Radevormwald, zwei für Rollstuhlfahrer geeignete Draisinen für den Verein Wuppertrail, das regionale Kooperationsprojekt Ku(h)rios, das Haus der Geschichten in Marienheide-Müllenbach und Fahrradanhänger für den entlang touristischer Radrouten verkehrenden Bergischen Wasserbus. Es werden ebenfalls drei Projekte gefördert, die sich besonders an Kinder und Jugendliche richten. Ein Tischtennisverein aus Burscheid bereichert die Freizeitmöglichkeiten von sozial-benachteiligten Kindern und Jugendlichen durch das Angebot kostenfreier Ausflüge und Freizeiten. Beim zweiten Projekt erhalten 20 Kinder und Jugendliche aus sozial-schwachen Familien drei Jahre kostenlosen Musikunterricht. Der türkische Kulturverein aus Burscheid kann sich über eine Förderung seines integrativen Sport- und Spielplatzes freuen. Als Nächstes wird die Bezirksregierung Köln prüfen, ob alle Formalia richtig umgesetzt wurden; bei positiver Prüfung erhalten die Projekte zeitnah einen Zuwendungsbescheid.
Drei der vorerst nicht ausgewählten Projekte stehen auf einer Warteliste und rücken nach, wenn eines der genannten Projekte wider Erwarten nicht umgesetzt werden kann. Alle Bewerber mit nicht geförderten Projekten werden die beiden Regionalmanager die Bewerber zu alternativen Förderprogrammen beraten. Zudem ist es jedem Interessenten möglich, sich ab dem 17.01.2017 erneut zu bewerben. Der Vorstand des Vereins beschloss in seiner Sitzung, dass dann 475.000 € für die Projektförderung zur Verfügung stehen.

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete. Unter Beteiligung des Landes Nordrhein-Westfalen.